Bienenfamilie Ostfriesland

Wir sind eine kleine, aber feine Familienimkerei im Herzen Ostfrieslands. Bei uns wird Kleines ganz groß. 

Die Natur ist uns wichtig, deshalb kümmern wir uns liebevoll um unsere Bienen.

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Das Bienenhaus:

Unser "Bienenhaus" beherbergt nicht nur den Schleuderraum, eine kleine Holzwerkstatt und das Lager, sondern bietet auch Platz für sechs Völker, die wetterunabhängig bearbeitet werden können. 

 

Der Stuhl vor den Fluglöchern lädt zum Verweilen ein: Das Summen der Bienen und der herrliche Duft aus den Bienenstöcken entfalten eine nahezu hypnotische Wirkung.

 

Die meisten Völker stehen allerdings im Freien. Viele haben wir einfach im weitläufigen Garten verteilt, der bei uns nicht unbedingt nach ostfriesischem Vorbild gepflegt ist: Es dürfen auch Blumen in der Wiese blühen!


#Kippkontrolle zur #Schwarmverhinderung

#Bienenvolk #Weiselnapf
Bei aufgeklapptem Brutraum sind die Weiselnäpfchen gut sichtbar.

Schwarmkontrolle

Spätestens alle neun Tage sollen Wirtschaftsvölker, die schwarmstimmig werden könnten, auch kontrolliert werden. Beim zweizargigen Brutraum reicht hierzu das Ankippen der oberen Brutraumzarge, um von unten unter die oberen Brutwaben zu blicken. Dort werden mit Vorliebe die Schwarmzellen angeblasen und man kann sich so einen schnellen Überblick über den Zustand des Volkes verschaffen. Wenn man sich unsicher ist, biegt man die Wachswände des Napfes auf, um besser hineinschauen zu können. Wenn keine Eier oder Larven auffindbar sind, beschränken sich die weiteren Maßnahmen auf die üblichen bedarfsgerechten Lenkungsmaßnahmen, wie z.B. (Drohnen-)Brutwabenentnahme, Raumerweiterung oder Honigentnahme. Ist der Schwarmtrieb aber bereits entfacht und die Weiselnäpfe sind belegt, so sind direkte Schwarmverhinderungsmaßnahmen nötig. Hierzu bietet sich besonders der Flugling mit der alten Königin oder aber einer schönen Weiselzelle (ggf. Zuchtzelle) an, wie im Artikel zum Weiselflugling erklärt.

In nachfolgendem Video wird die Kippkontrolle noch genauer gezeigt. Bei falzlosen Magazinen sollte der Honigraum ggf. besser vorher abgesetzt werden, um ihn nicht halten zu müssen.

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Weiselflugling bzw. Königinnenflugling zur Schwarmverhinderung

#imkern #Kippkontrolle #Schwarmverhinderung
Zeigen sich bei der Kippkontrolle bereits bestiftete Weiselnäpfe, muss aktiv eingegriffen werden!

Vorbeugen besser als Hinterherlaufen!

Durch rechtzeitige Erweiterung und viel bauen lassen (Baurahmen und Mittelwände) lässt sich die Schwarmlust der Bienen weitgehend hinauszögern oder sogar verhindern. Denn der Drang zur Volksteilung ist eine natürliche Reaktion auf beengte Verhältnisse und aus dem Gleichgewicht geratenen Proportionen!

Imkerliche Eingriffe können aber statt der Raumerweiterung auch Platz schaffen durch die Entnahme von Bienen, Brut oder Honig. Statt einen Honigraum über den anderen zu stapeln, wie es modern geworden ist, kann man ruhig zwischendurch auch reife und gedeckelte Honigwaben zur Zwischenschleuderung entnehmen.

Da es bei uns dieses Jahr (2021) bis in die letzte Maiwoche kalt und regnerisch war, haben wir dieses Luxusproblem nicht.

Auch die Drohnenbrutentnahme, die eigentlich der Varroareduktion dienen soll, hat offenbar eine dämpfende Wirkung auf die Schwarmneigung. Jedenfalls sind die Baubienen dadurch ständig beschäftigt und die Drohnen, die nicht schlüpfen durften, drängen auch nicht ins Volk.

Die Bedeutung der Drohnen im Volk und deren Wirkung auf die Abläufe im Volk scheint mir in der Forschung noch unterbelichtet: Nach eigenen Beobachtungen gehe ich davon aus, dass die Drohnen bei der Fütterung im Gegenzug auch Pheromone im Volk verteilen und die Schwarmneigung dadurch forcieren. Die aktuelle Lehrmeinung schreibt aber vor allem den Ammenbienen und deren Futtersaftüberschuss eine schwarmtreibende Bedeutung zu. Das muss kein Widerspruch zur alten Lehrmeinung mit den unterbeschäftigten Baubienen sein, da längst bekannt ist, dass die Arbeitsfolge nicht allzu starr ist und jede Biene am 12. Tag nach dem Schlupf auch Baubiene würde. Wenn nämlich einerseits genügend Ammenbienen, aber andererseits auch Baubedarf vorhanden sind, entwickeln sich die Wachsdrüsen eben etwas früher und der Überschuss an Ammenbienen wird durch flexible Arbeitsteilung im Volk auch gebremst. 

Auch das Alter der Königin spielt bekannter Weise bei der Schwarmneigung eine Rolle. Viele halten daher nur junge Wirtschaftsköniginnen auf dem Bienenstand und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das gerade bei Berufs- und Nebenerwerbsimkereien auch nachzuvollziehen: Die Honigerträge sind i.d.R. höher und die Arbeit mit schwarmlustigen Bienen geringer. Bei uns ist es eher ein Anflug von Sentimentalität und Tierliebe, dass wir die Königinnen mit ins zweite und oft auch dritte Wirtschaftsjahr nehmen. Nur bei stechlustigen sind wir unbarmherzig: Sollte sich eine Begattung durch falsche Drohnen derart zeigen, wird direkt umgeweiselt! 

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Bienenschauvolk einrichten

#Bienenschauvolk einrichten #Kunstschwarm
Wenn das Schauvolk für die Saison eingerichtet wird, sollte es als Kunstschwarm starten (s.u.).

Schauvolk lohnt sich!

 

Bienen hinter Glas gönnen sich auch jene, die unseren fliegenden Freunden vielleicht skeptisch gegenüberstehen. Mit motivierenden Aufklärungstexten gewinnen wir so viele für die Bienen, ohne selbst zugegen sein zu müssen. Es gibt viele lohnende Aufstellungsorte: Vom Wanderparkplatz bis zur Bildungseinrichtung oder bei Firmen. Vielleicht aber auch an deinem Gartenzaun?

So kann auch leicht der eigene Verein oder die eigene Imkerei beworben werden.

 

Kasten kaufen

 

Der Schauvolk-Kasten kann im eigenen Wabenmaß gekauft werden. Wenn man für Schulen, Kindergärten oder Firmen einen solchen einrichtet, sollte man eine Quittung vorlegen können, so dass sich der Eigenbau schon deshalb nicht lohnt. Wer den Kasten für die eigene Imkerei nutzen möchte und handwerklich geschickt ist, kann sich das überlegen. Die Schwierigkeit sind dann oft die dicken Glasscheiben: Kunststoffscheiben lassen sich schlecht reinigen und verkratzen bald. Glas macht sich da schon besser, sollte aber stark und fest genug sein, dass es nicht zerbricht, wenn jemand dagegen klopft.

 

Schauvolk befüllen

  1. Brutwabe mit Königin: Dieses Verfahren lohnt nur, wenn es schnell gehen soll und die Nächte warm sind. Dann kann mindestens eine Wabe oder können sogar gleich zwei Waben mit Brut in allen Stadien samt aufsitzenden Bienen und der schön sichtbar gekennzeichneten Königin in das Schauvolk umgehängt werden. Wenn das Schauvolk vorübergehend geschlossen (z.B. in einer Messehalle oder einem Klassensaal) für etliche Stunden aufgestellt wird, sollte es auch offenes Futter enthalten. Die Belüftung funktioniert dann über die im Boden eingebauten Lüftungsgitter. Auf keinen Fall darf das Volk überfüllt werden: Es läuft sonst Gefahr zu überhitzen. Außerdem wollen die Schaulustigen keine "Nabelschau" betreiben und die Bäuche der an der Scheibe laufenden Bienen betrachten, sondern möglichst viel von der Wabe und den Zellinhalten sehen. 
    Daher nimmt man keine Brutwabe (egal ob mit oder ohne Königin), wenn man im zeitigen Frühjahr ein Schauvolk für die Saison einrichtet: Die Nächte mit einstelligen Werten erfordern so viele Begleitbienen, die man zukehren muss, dass ein freier Blick auf die Zellen nicht mehr gegeben wäre. Durch die Masse der bald schlüpfenden Bienen und der ohnehin im Kasten befindlichen Bienen, wäre der Behälter bald überfüllt und vorhängende Bienenbärte sind die Folge. So ein Kasten macht unnötige Schröpfarbeiten, wie die Entnahme von Waben nötig, was bei solch einem Glasschaukasten nicht einfach ist. Daher empfehlen wir grundsätzlich lieber die zweite Methode:
  2. Kunstschwarm mit gezeichneter Königin: Gut geeignet ist eine zwei- oder dreijährige Königin, deren Legeleistung nicht mehr befriedigt. Statt sie abzudrücken, bildet man mit ihr einen handlichen Kunstschwarm (s.u.). Es reicht, wenn der nur die obere Wabe besetzt. Die Bienen legen dann nur ein kleines Brutnest an, das ihrer eigenen Bienenmasse gerecht wird. Es macht gar nichts, wenn zunächst nur auf jeder Wabenseite ein handflächengroßes Brutnest entsteht. Solch ein Schauvolk kann man den ganzen Sommer sich selbst überlassen, vorausgesetzt, dass oben immer genug Futterteig vorhanden ist. Der Verbrauch an Futterteig ist bei den ungünstigen Proportionen (keine Wabengassen) recht hoch, so dass auch bei vermeintlicher Tracht lieber kontrolliert werden sollte.
    Man kann den Kunstschwarm auf ausgebaute Waben oder auf Rähmchen mit Anfangsstreifen einschlagen. Dann sollte man ihn aber etwas stärker bilden. Eine Kombination mit ausgebauter Wabe oben und Anfangsstreifen unten hat den Vorteil, dass die Königin direkt weiterstiften kann und eine Woche später schon wieder gedeckelte Brut gezeigt werden kann. Die aufgehängten Baubienen im unteren Teil, die später im Jahr zu sehen sein werden, sind dann aber auch interessant.

Der Bienensitz ist immer oben, unter der Futterkammer! Das ist besonders zu beachten, wenn man nur eine ausgebaute Wabe zuhängt oder mit einer Brutwabe (vgl. Pkt. 1) operieren will.

Den Schaukasten ohne gezeichnete Königin zu bilden, empfehlen wir nicht: Die Schaulustigen wollen immer zuerst die Königin suchen und das ungeübte Auge wünscht die farbliche Markierung. Auch eine gezeichnete, aber noch unbegattete Königin ist nicht wirklich geeignet, weil es lange kein Brutnest zu bewundern gäbe. Wer den Schlupf einer neuen Königin bis hin zur Eiablage verfolgen will, wähle lieber einen Einwabenkasten (EWK) oder sogar die bekannten 1/3 EWK, die zur Beschickung der Belegstellen üblich sind, weil das Abfangen der Königin zum Zeichnen hinter den großen Glasscheiben im Zwei-Waben-Schauvolk zu umständlich und schwierig wird! Eine junge Königin, die frisch in Eiablage geht, sollte ohnehin aber nicht länger auf so engem Raum verharren müssen.

Kunstschwarmbildung: Man kann den Kunstschwarm auch ohne Dunkelhaft bilden und direkt in den Schaukasten einschlagen, wenn die Bienen von einem Stand außerhalb des Flugradius' stammen. Ansonsten verstellt man zunächst das Volk mit der Altkönigin und lässt die Flugbienen abfliegen: Sie fliegen zurück zum alten Standort und verstärken dort die Nachbarvölker oder fliegen dem dort gebildeten Flugling zu.
Die verstellte Königin wird gekäfigt und die Bienen der Brutwaben alle in eine Kiste oder einen Eimer zur Königin gefegt. Mit den Brutwaben kann man andere Völker verstärken. Zurück bleibt die Königin mit den Jungbienen, die gut zur Kunstschwarmbildung geeignet sind. Will man das Altvolk hingegen gar nicht auflösen, so kann man auch Bienen von Baurahmen oder aus den Honigräumen von zwei Völkern zusammenfegen. Man besprüht die Bienen mit einem Wasserbestäuber. Der Kunstschwarm für den Schaukasten soll größer sein als zur Besiedelung von Begattungskästchen und eine Wabe beidseitig besetzen.

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